#004 Kleider machen Leute oder die Kraft der Wirkung

Warum machen Kleider Leute?

Zuerst einmal muss man sagen, dass unsere Erwartungen unsere Wahrnehmungen stark beeinflussen

Ein Beispiel: Eine Studie hat ergeben, dass ein Kind mit dem Namen Maximilian mit größerer Wahrscheinlichkeit besser bewertet wird in der Schule als ein Kind namens Kevin. Warum? Maximilian wird eher sozial höheren Schichten zugeordnet; Kevin hingegen ist eher negativer besetzt. Man stellt sich einen Jungen vor der viele Streiche spielt.

Wenn unsere Sinne etwas neues aufnehmen, dann verknüpft unser Gehirn das mit der Erfahrung, die wir dabei hatten und legt es erstmal in eine Schublade ab.

Kommen wir dann wieder in eine ähnliche Situation ruft unser Gehirn genau diese Schublade ab und wir assoziieren diese Situation mit der vergangenen. Wir erwarten wieder diese Erfahrung wie beim letzten Mal und haben in unserer Wahrnehmung schon einen Filter auf.

Äußerlichkeiten beinhalten immer Informationen, die unser gegenüber aufnimmt und verarbeitet und uns dann dementsprechend in eine Schublade packt.

Und mit unserer Kleidung können wir aktiv auf unser Äußeres Einfluss nehmen, weil wir sie selbst auswählen können.

Kleidung ist wie Storytelling. Also mach Dir darüber Gedanken, welche Geschichte Deine Kleidung über Dich erzählt. Frag Dich, wie wirkst Du und wie möchtest Du wirken? 

 

Du bist nicht irgendwer, also zieh auch nicht irgendwas an.

Doch unsere Kleidung wirkt sich nicht nur auf andere aus, sondern auch auf uns selbst und zwar im erheblichen Maße.

Der renommierte Psychologe Adam Galinsky von der Northwestern Universtiy fand mit seinem deutschen Forscherkollegen Hajo Adam heraus, dass bereits das Überstreifen eines weißen Laborkittels unsere Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit verbessert.

Die beiden führten eine Studie mit mehren Probanden durch unter dem Namen „Enclothed cognition“(„Angezogene Wahrnehmung“ ). In dieser Studie ließen sie die Hälfte der Probanden Ärztekittel anziehen. Einem Arzt schreibt man in der Regel zu, dass er achtsam und sorgfältig ist. Schließlich gaben sie den Probanden mehrere Aufgaben, die einen hohen Grad an Konzentration und Analysefähigkeit erforderten.

Das Ergebnis: Die in den Ärztekittel taten sich um einiges leichter und kamen auch schneller zu den Lösungen als die ohne Kittel.

Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Wir assoziieren mit bestimmten Kleidungsstücke gewisse Attribute und dieser Gedanke überträgt sich auch auf unser eigenes Verhalten.

Kinder fühlen sich viel stärker und mutiger in einem Superman-Kostüm. Und genau so ist es bei uns Erwachsene auch.

 

Meine Tipps für Dich:

Ziehe Dich jeden Tag so an, dass Du Dich selbst chic, wertvoll und gut aussehend fühlst, denn das beeinflusst Dein Selbstbewusstsein, Deine Leistungsfähigkeit, Deine Ausstrahlung und die eigene Wahrnehmung Deiner Kompetenz – somit Dein gesamtes Selbstbild. Und so wie Du Dich selbst siehst, werden Dich auch andere sehen.

Frage Dich nicht wie das Wetter wird, sondern wie möchte ich wirken. Welche Geschichte möchte ich erzählen. Was möchte ich erreichen?

Schreib Dir konkrete Attribute auf, die Du ausstrahlen möchtest. Zum Beispiel: kompetent, vertrauenswürdig und erfolgreich. Und dann geh mal Deinen Kleiderschrank durch und schau welche Kleidungsstücke vermitteln diese Attribute.

Such Dir ein Vorbild, der genau das ausstrahlt und schau was trägt er;  aber kopier ihn nicht. Denn dadurch wirkst Du wenig echt.

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